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Street_Art beschreibt im Allgemeinen eine für jeden
zugängliche Kunst im öffentlichen Raum. Dazu zählen
Graffiti in den verschiedensten Formen genauso wie Sticker, Kacheln,
das Verändern von Werbeplakaten und deren Botschaften oder sogar
Installationen und Umbauten in der vorgegebenen Umgebung.

unknown
artist - Hamburg - Harburg
Seit Mitte der 1990er-Jahre boomt die Straßenkunst. Von den Pariser
Aktivisten Stak, HNT und anderen kommt die Bezeichnung "Post-Graffiti" für
diese Bewegung. Post-Graffiti bedeutet nicht, dass Graffiti vorbei ist,
sondern beschreibt lediglich die Weiterentwicklung des Graffiti, von
dem auch viele Aktivisten kommen. Eine dieser Neuerungen sind zum Beispiel
Pochoirs, die mittels Schablonen - auch Stencils genannt - aufgesprüht
werden.
 
unknown
artists - Hamburg - Harburg
Straßenkunst geht so gut wie immer mit einem Gesetzesbruch, zum
Beispiel Sachbeschädigung bzw. Verunstaltung einher. Daher hängt
ihr immer ein Hauch von Anarchie an, nicht umsonst gibt es unter
den Künstlern den Ausdruck "Reclaim The Streets" (engl.:
die Straßen zurückerobern), meist in Bezug auf die flächendeckende
Werbung in den Städten. Straßenkünstler werben sozusagen
für sich selbst, für ein Individuum nicht für ein Produkt.
Werbung imitierende oder ironisierende Plakate, Bilder oder Botschaften
sind häufig zu finden.
unknown
artist
Hamburg -
Harburg
|
K.
Komp | T. Steinberg
Hamburg - Harburg
|
Die Künstler bleiben dabei fast immer anonym oder sind nur einem
kleinen, eingeweihten Kreis von Personen persönlich bekannt.
WIKIPEDIA zum
Thema STREETART
( englische Ausgabe )

Balance zwischen Straße und Galerie
STREETART ?
"Street Art" wird mittlerweile gesammelt, von
Sammlern / Kunst-Scouts gefördert und in Ausstellungen platziert
( in Berlin vom talentierten Adrian Nabi & Crew mit der von ihnen
kuratierten urbanen Backjumps-Serie und
in Hamburg u.a. vom Establishment-Zuarbeiter
Rik Reinking ). Der Begriff " Street Art " scheint im Zusammenhang
mit Präsentationen in Galerien jedoch etwas de-platziert.
Denn ". Street Art ohne Straße ist wie Latte Macchiato
ohne Milch. Wenn sie von ihren Wurzeln getrennt wird, welkt sie
schnell und fängt an zu stinken. Werke, die auf der Straße
wirken, weil sie einen Moment der Überraschung provozieren,
weil sie in den Stadtraum intervenieren und mit Symbolen spielen,
werden in der Galerie wieder zum Dekor. Der Raum klaut ihnen die
Pointe und ruft in Versalien: KUNST! Und damit schließt sich
der Kreislauf: Die Galerie hat sich selbst künstlich beatmet
– und der einst wilde Straßenköter wird, wieder handzahm,
in den Käfig geschlossen." ( Alain Bieber )
Es
lebe die Straße !
Von
Alain Bieber artnet 12.2006


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