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. JONATHAN MEESE

Die Diktatur der Kunst | System_Zerstörung

MEESE _ FOTOSTRECKE | PHOTO _ GALLERY

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Jonathan MEESE (geb. 1971) gehört zu den auch international boomenden Stars jüngerer deutscher Künstler. Er wuchs in Ahrensburg nahe Hamburg auf,
wo er bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste studierte und - wie KIPPENBERGER - das Studium abbrach.

In 2006 präsentierte der "selbsternannte Kulturexorzist"
( Tate Modern London ) eine retrospektive Ausstellung in der Stadt seiner Studienzeit, die um Installationen in der Phoenix Art Stiftung / Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg ergänzt wurde.

MAMA JOHNNY
29. April 2006 – 03. September 2006
Buch zur Ausstellung
in Hamburg

150 Gemälde, Skulpturen, fotografische und installative Arbeiten: Die Schau in den DEICHTORHALLEN auf rund 2500 Quadratmetern war die erste umfassende Werkübersicht von Jonathan MEESE in Deutschland.

Das Zentrum der Ausstellung bildetete die acht Meter hohe, 20 Meter breite und 40 Meter lange „Black Box“, in der MEESE sein für Frank CASTORFs "Kokain“-Inszenierung an der Volksbühne Berlin entworfenes Bühnenbild samt Drehbühne sowie eine Tribüne installierte. Rund um die zentrale Theaterspielstätte entstand ein riesiges Gemälde.


"Das letzte Lied" (Meese unten rechts)
Hamburger Pressekonferenz unterm Galgen, 26.04.06
Rechtes Photo: Gott Stalin
Mama Johnny - Deichtorhallen Hamburg 2006
photos: jens ullheimer

MEESE begab sich schon mehrmals in produktive Auseinandersetzungen mit verschiedenen Künstlerkollegen.

Den dabei entstandenen "Werken in Zusammenarbeit" – mit Jörg Immendorff, Albert Oehlen, Daniel Richter und TAL R waren in der Ausstellung eigene Räume gewidmet. Einer davon war die Installation „MOR“ (MUTTER), eine rosa Burg, die MEESE mit TAL R für deren Gemeinschaftsausstellung 2005/2006 im Kopenhagen Statens Museum konzipierte. Quelle: Modifizierte Pressetexte Deichtorhallen, Hamburg

video jonathan meese + tal r - rosa burg hamburg 2006

Jonathan Meese und TAL R - in der rosa burg
Mama Johnny - Deichtorhallen Hamburg 2006
video - klick öffnet mediaPlayer VIDEO


VIDEO | Noel Coward is back
Dr. Humpty-Dumpty vs. Fra No-Finger
Performance in der Tate Modern London, Februar 2006

 

 

PRESSE _ STATEMENTS

TAZ

"Jonathan Meese schafft großräumige Installationen, in denen er selbst erwählte Kultobjekte in wilder Mischung und Überlagerung kombiniert. Anfangs entnahm er das Material hierfür aus seiner ganz privaten Devotionaliensammlung, die - neben eigenen Erinnerungsfotos - Filmplakate, Bücher und Plattencover enthielt. Seine Dingwelt ergänzte und überlagerte er durch Zitate und eigene Wortschöpfungen (wie "Erzleid", "Seelensaal" oder "Erzreligion Blutlazarett"), die zusätzliche Bedeutungen insinuieren. Irgendwann haben sich Attila, Stalin und Hitler, aber auch Wagner und Balthus in seiner Mythenwelt eingefunden.

In den Performances sieht man Eiserne Kreuze und gereckte Hitlergruß-Arme, doch Meese ist kein Propagandist. Er inszeniert ein Ich, das im Ringen um Identität alles vorfindbare Material begierig aufnimmt und radikal dessen Gehalt befragt, indem er es wieder und wieder "siedet", wie er das nennt. Über die Jahre hat er sich so sein eigenes Referenzsystem geschaffen. Doch in der Welt, die er in seinen Wort- und Bildensembles zur Schau stellt, ist keine Aussage erkennbar."

( M.L.K. ) TAZ | Tageszeitung

 


Jonathan Meese
Mama Johnny - Deichtorhallen Hamburg 2006
photos: jens ullheimer

 

GOETHE INSTITUT

"Manchmal, wenn Jonathan Meese sehr erschöpft ist, oder wenn ihm die Knochen schmerzen, weil er wieder einmal irgendwo zwischen Berlin und Südkorea nach einer stundenlangen Performance schreiend und polternd von der Bühne gekracht ist, dann fährt er nach Hause zu seiner Mutter in Ahrensburg bei Hamburg.

Ahrensburg ist das Zuhause, die Energiequelle, das ewige Kinderzimmer, Meeses Gralsburg. Von hier aus reitet Meese in die Schlacht gegen die furchtbaren Drachen und Dämonen da draußen, watet durch den Kultur- und Popschlamm des 20. Jahrhunderts, und lässt sich bei seinem einsamen, verzweifelten Kampf von einem Publikum bestaunen, das noch nicht begriffen hat, dass es seiner eigenen Erlösung beiwohnt.

Der Durchbruch kam 1998 bei der Berlin-Biennale, als Meese eine unüberschaubare Müllhalde pubertärer Obsessionen in das Postfuhramt gekippt hatte - ein Horrorkabinett zwischen Porno, Charles Bronson und Slayer. Später sah man Meese Performances machen, „Stalin Erwache“ oder „Erzrichard Wagner“ auf seine Installationen schreiben, mehrere Stunden lang tatsächlich mit Schaum vor dem Mund unter anderem Dinge wie „Heil Hitler“ schreien, und zum Schluss erschöpft in den eigenen Trümmern liegen bleiben."

( Peter Richter 2006 ) GOETHE INSTITUT


LINKS


 

kunst | schau | shop

 

Contemporary Fine Arts
Meese - Gallery, Berlin - Germany

Die Peitsche der Erinnerung Stade
Jonathan Meese und Daniel Richter
im Kunsthaus Stade 2006

Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe Interview, Heike Borowski

Die schwarze Leinwand
Ein Besuch bei Jonathan Meese in Berlin
Dirk von Lowtzow

Kunst kommt von Conan
Ein Porträt über Jonathan Meese, Patrick Wildermann

Saatchi, London
Darstellung aufgekaufter Meese-Bilder mit erläuternden Texten

Kopenhagen Aktuell
Foto-Reportage inkl. Interview von Helene Nyborg Andersen mit Jonathan Meese und Tal R, anlässlich der Ausstellung " Mor / Mutter / Mother" im Statens Museum, Kopenhagen / Dänemark 2005 / 2006

Sammlung Falckenberg, Hamburg
Parallel zur Meese-Schau in den Deichtorhallen wurden auch Meese-Installationen in der Phoenix-Art-Stiftung / Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg gezeigt.

Jonathan Meese – "Young Americans 2002"
Tuxamoon -
Eckhard Fürlus

Jonathan Meese
Interview pdf-format / Deichtorhallen
von Tina Petersen und Angelika Leu-Barthel

Volksbühne Berlin
Meese Bühnenbild- und Theaterproduktionen

NETPLANET
Kunst und Kultur im Hamburger Süden

FOTO_SERIE | Hamburg-Wilhelmsburg
von Jens Ullheimer


 

presseSpiegel ansehen

bildauswahl, photo- / text-, linkzusammenstellung
Jens Ullheimer netSamurai Hamburg


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Das ist vielleicht das Wichtigste:
so lange wie möglich ein Kind bleiben ;-)

 

 

 

EXTRA - INFOS
Meese VIDEO_Portrait | POLYLUX

 




Mama Johnny
Deichtorhallen Hamburg 2006
photo: jens ullheimer

Meese - Monolog video - klick öffnet mediaPlayerVIDEO
über Liebe - Respekt - Kunst - Freiheit -
Unterdrückersysteme abschaffen -
und Rolf Windorf´s (Volksbühne Berlin)
Hamburger Störtebeker-Galgen-Kreation.
(Pressekonferenz HH-Deichtorhallen 2006)


video jonathan meese + tal r - rosa burg hamburg 2006

Tour de Rosa Burg
video - klick öffnet mediaPlayer VIDEO
(
Meese, Deichtorhallen Hamburg 2006 )


Wer braucht Kunstfeinde, wenn er Jonathan Meese hat?
"Jonathan Meese nahm im Februar den B.Z.-Kulturpreis, den Kunstpreis des Berliner Bild-Ablegers, entgegen. Die Laudatio hielt sein Sammler Guido Westerwelle. Udo Jürgens sang dazu “Griechischer Wein”. Später wurde die Preisübergabe in der Berliner Volksbühne als Videoprojektion gezeigt. Ist das tatsächlich lustig, originell oder gar subversiv? Eben nicht: Die Volksbühne ist der falsche, da allzu passende Ort für den Widerstand - danach."

"Meeses Aktionismus ist tatsächlich harmlos, tut niemandem weh und lässt vor allem alles an seinem Platz. Er beweist aber, dass der Kapitalismus und der in ihm fest integrierte Kunstbetrieb nicht nur Heuschrecken, sondern auch seine eigenen Bürgerschrecks kreiert. Alles ist käuflich, selbst vermeintlicher Widerstand. Das könnte zu Ekel und Aversion gegen den Kunstbetrieb, gegen die Kunst als den Hort scheinbarer Freiheit und neuer Wahrheiten führen. Aber geht es in der Kunst wirklich um Wahrheit oder nicht eher um Täuschung, Verstellung und Lüge?"
TAZ | 3.2007 - Wolfgang Müller

 

AUSSTELLUNGEN / BIO

1970 geboren in Tokio, lebt und arbeitet in Ahrensburg nahe Hamburg und Berlin

1982 Geflüster des Saint Justyr 1991 Prärietum und Conankindtum 1997 Aderlaß und Vortanz zum Raubtier 1999 Ladung der Erntewaffen 2000 Argonauten besteigen das Eldoradoschiff 2001 Bezwingung des Gottdämonen 2002 Verführungsküsse durch Dr. No und ZED 2003 Verpuppung zum Zuchtprogrammmeese 2004 Der ewige Mönchsjoker

1995 - 98 Hochschule der Bildenden Künste, Hamburg - Studienabbruch
[Prof. Franz Erhard Walther]


EINZELAUSSTELLUNGEN
[ Auswahl ab 2000 ]
2006
»Mama Johnny« , Deichtorhallen Hamburg [D]

Meese _ Fotostrecke | PhotoGallery

Mama Johnny, Deichtorhallen, Hamburg 2006
Meese _ Fotostrecke | PhotoGallery

2004
»Képi blanc«, Kunsthalle Schirn, Frankfurt [D]

2002
»Revolution«, Kestner-Gesellschaft, Hannover [D]

2000
»Soldat Meese [Staatsanimalismus], Maldoror-Turm« [anlässlich der Ausstellung »Wounded Time«], Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach [D]


GRUPPENAUSSTELLUNGEN

[Auswahl ab 2000]

2007/08
» Der archäologische Schrecken «,
mit Daniel Richter
Helms Museum, Hamburg-Harburg [D]

2005
»Mor / Mutter / Mother « mit TAL R, Staten_Arts_Museum Kopenhagen [Danmark]

2005
» Triumph of Painting Part II « , Saatchi Gallery, London [UK]

2004
» Werke aus der Sammlung Boros «, ZKM_Museum für Neue Kunst, Karlsruhe [D]

2003
» Berlin - Moskau / Moskau - Berlin 1950 - 2000«, Gropiusbau, Berlin [D]
» Grotesk!«, Schirn Kunsthalle, Frankfurt und Haus der Kunst, München [D]
» Warum!«, Martin Gropius Bau, Berlin [D]
» deutschemalereizweitausendrei«, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main [D]

2001
» Ziviler Ungehorsam – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Falckenberg«, Kestner Gesellschaft, Hannover [D]

PERFORMANCES [Auswahl ab 2000]

2007
New York | im Rahmen eines privaten Live-Events im Atelier von Matthew Barney. Performances von Barney, Michael Rees und Jonathan Meese

2006
im Rahmen der großen Kippenberger - Retrospektive Tate Modern London -
" NOEL COWARD IS BACK | Dr. Humpty Dumpty vs. Fra No-Finger "


photo: jens ullheimer

2000
» Fort Knox de DAF«, Bayerisches Staatsschauspiel, Theater im Marstall [D]
München, Set: Jonathan Meese, Script: Raymond Pettibon, Musik: Hans Weigand

Bühnenbild / Theater [Auswahl]
2007
THEATER
» De Frau« (Dr. Poundaddylein
– Dr. Ezodysseusszeusuzur),
Volksbühne, Berlin [D]

2004 BÜHNENBILD
» Kokain«, Volksbühne, Berlin [D]

 

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